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 Dialog mit anderen Religionen
Tashi Offline




Beiträge: 319

02.04.2010 23:44
Menschenkunde antworten

Wo ist die Wahrheit?

In letzter Zeit wird in den Medien verstärkt über die Missetaten
berichtet, die sich unter dem Deckmantel der Weltreligionen
durch Priester, Nonnen und sogar höheren Würdenträgern
abgespielt hat, oder durch diese bis heute noch Gültigkeit besitzen.

Mir ist persönlich kein Fall bekannt. Ich denke auch, dass es sich
hier um Einzelfälle handelt. Die Kirchen haben eine wichtige soziale
Funktion aber auch eine Verantwortung. Doch ohne eine Heilslehre
wäre auf dieser Welt mehr Chaos.

Heute habe ich einen Artikel in der Zeitung gelesen, in der
ein Gemeindepastor unter der Rubrik „Impulse“ einen Artikel
verfasst hat.

Er schreibt, ich zitiere wie folgt ………. sinngemäß:

„Es fällt mir schwer, den Tod Jesu am Kreuz anzunehmen als
Sterben „prome“ für mich. Jedes Jahr aufs Neue merke ich, wie
sich zu diesen Tagen hin in meinem Bauch ein mulmiges Gefühl
ausbreitet und mir durch den ganzen Körper bis in das Herz und
die Seele hinein zieht. Und mein Verstand hämmert es mir ein:
„für Dich!“

Als Notfallseelsorger habe ich sehr viel Leid gesehen.
Schwer verletzte und tote Jugendliche.
Ich habe die Eltern betreut und Todesnachrichten überbracht.
Ich habe mit den Hinterbliebenen den Schmerz und die Trauer
geteilt.
Immer wieder war die Frage der Angehörigen: „Warum“.
Wie konnte Gott diese schrecklichen Ereignisse zulassen?

Den plötzlichen Kindstod, die vergebliche Reanimation eines
schwer verletzten Menschen.

Immer wieder kam die Frage auf: „Warum konnte Gott das zulassen?“

Und hinter dieser Frage steht die Erkenntnis, steht der Glaube oder die
Einsicht: „Er ist doch der liebe Gott, er will doch alles Gute für uns
Menschen, will uns begleiten mit seinem Segen, will uns zur Seite
sein und auf uns achten. Warum lässt Gott dann so etwas zu?“

All diese Fragen begleiten mich am Karfreitag.

Auch ein schwerer Unfall, bei dem eine alte Frau verletzt wurde
und nach kurzer Zeit verstarb beschäftigt mich.
Diese Erinnerung ist unauslöschlich für mich mit Karfreitag verbunden
und lenkt meinen Blick auf den Mann am Kreuz.“

„Warum?“ – hat auch er geschrieen. „Mein Gott. Warum hast du mich
verlassen?“

Dieses Gefühl der Gott-Verlassenheit, gehört zu unseren menschlichen
Grunderfahrungen, gehört zu unserem Leben. Leid, Trauer, Angst, Not
und Tod – die Passionszeit und am Ende der Karfreitag weisen darauf hin.

Aber wir Christen bleiben hier nicht stehen.
Wir blicken auf Ostern, das Fest der Auferstehung.
Auf das neue Leben, das uns verheißen ist durch unseren Gott.
Er hat seinem Sohn Jesus Christus und uns in seiner Nachfolge
seine grenzenlose, unumstößliche Liebe zugesagt:
„Du ist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Wohlgefallen.“
Und diese Liebe ist stärker als der Tod.
Unser Gott ist ein Gott des Lebens.

Im Tode Jesu am Kreuz offenbart sich seine ganze Liebe.
Ein für allemal. Niemand soll mehr geopfert werden in den Tod.
Die Liebe Gottes überwindet den Tod und hilft auf zu einem
neuen Leben.

Es werden weiterhin Menschen sterben, umkommen und sinnlos ermordet.
Leid, Not, Angst und Sorge, Trauer und Schmerz um das Verlorene gehören
weiter zu unserem Leben. Aber durch alle Trauer hindurch leuchtet das Licht
des neuen Tages, er neues Leben verheißt.“

Pastor G.P.

„Zitat Ende“


Mag der Leser erfahren, was er verstehen kann.

T.

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