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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 427 mal aufgerufen
 Geschichten
Tashi Offline




Beiträge: 319

05.09.2010 00:42
Gedankenbrücke I antworten

Heute spreche ich über eine Begebenheit, die mich seit gestern sehr berührt hat.
Ich habe einen fühlendes Wesen getroffen, welches ich schon seit Jahren kenne.
Er war ein wirklich ansehnlich und stolzer Mensch, der mit beiden Beinen im
Leben stand. Durch seine harte Arbeit und die daraus resultierende gute Stellung hatte er
auch materiellen Wohlstand erlangt und führte ein gutes Leben.
Als ich ihn nun nach langer Zeit wieder traf, war ich ziemlich geschockt.
Aus dem fröhlichen Menschen war ein mit Angst und Selbstaufgabe
gewandeltes Individuum geworden.

Was war die Ursache?
Wie ich erfahren konnte wollte, oder hatte ihn bereits seine Lebenspartnerin verlassen,
er war krank und hatte nicht nur sein Vermögen in all den Jahren verloren,
sonder nunmehr vermutlich auch den Menschen den er liebte.
Er sah keinen anderen Ausweg mehr als sein Leben hinzuschmeißen.
Im nächsten Augenblick sagte er zu mir gebrochener Stimme:
„Mein Leben hat keinen Sinn mehr, ich bringe mich um“

Tränen schimmerten in seinen Augen, er stand aufrecht, fasst als wollte er
mit seiner geraden Haltung die Ernsthaftigkeit seines Entschlusses
untermauern.
Ich hatte bis dahin noch nie Tränen in den Augen eines alternden in die Jahre
gekommenden Menschen gesehen, außer meinen Vater als er starb, und war sehr betroffen
über diese Reaktion.
Diese Begebenheit hat mich sehr erschüttert. Ich dachte darüber nach,
wie ich mich wohl selbst in so einem Augenblick fühlen würde.
In Geist fragte ich meinen spirituellen Lehrer.

Nunmer erinnerte ich mich an seine Unterweisungen, in denen er darlegte:

„Wir haben die kostbare Menschengeburt aus Ursachen und Umständen unserer
positiven Wirkkraft und unserer bisherigen Taten erlangt. Ohne eine Mutter hätten
wir dieses Leben nie erreicht. Ehre und Dankbarkeit schulden wir ihr.
Wie können wir das von der Mutter (Wirkkraft des Karma) geschenktes Leben einfach wegschmeißen.
Wie krank/verzweifelt muss ein Mensch sein, der sich selbst zerstören will, weil er denkt nicht
geliebt worden zu sein?

Es geht weiter

(c) dns
04.09.2010

Klarheit ( gelöscht )
Beiträge:

06.09.2010 20:57
#2 RE: Gedankenbrücke I antworten

Ich denke nicht, dass er sich zerstören will,
oder das er das Geschenk seiner Mutter einfach so wegschmeißen möchte.

Und außerdem denke ich, dass jemand der sich wirklich umbringen will
niemals seinen Tod ankündigen würde.

Er möchte Liebe und Anerkenntnis,
das Gefühl haben, etwas (trotz seiner Krankheit) noch wert zu sein.
Wohl scheint es mir ein Hilferuf zu sein.

Das ist verständlich, auch für mich.

Aber wenn man richtig denkt, gibt es aus allem einen Ausweg.
Es lohnt sich nicht, einfach so aufzugeben.

Ändere seine Sicht der Dinge.
Wenn es einer kann, dann du!

Liebe Grüße,
Klarheit

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